Improvisation Theater Schnipsel von Oliver Hübner

Ein bisschen wie nach Hause kommen

Premiere im werk3. Das kleine kuschelige Theater, von der Bühne aus gesehen hatte es eigentlich neben den 3 grellen Scheinwerfern nur eine Sitzreihe, die aus einem Publikum auf 4 Stühlen bestand, war trotzdem prall gefüllt. Wer nicht zu sehen war, der war zu spüren, der gefüllte Saal vibrierte uns entgegen.

Aufregend.

Wir Wortlichter hatten einen recht radikalen Ausstausch der Besetzung hinter uns, mehr als die Hälfte der auftrittserfahrenen Stammbesetzung war wegezogen, in eine theaterunfreundliche Persönlichkeitsphase geraten, beruflich eingebundener als sonst, sodass wir, wie früher bereits hier vermeldet, mit unserem Nachwuchs, der Krabbelgruppe fusioniert sind, uns für ein dreiviertel Jahr ins Probenlager zurückgezogen haben und nun endlich, wie der Phönix aus der Asche, verjüngt und mit Schwung, wieder auf die Bretter, die die Landeshauptstadt bedeuten gestiegen sind. Neuer Satz. Wir sind endlich fündig geworden, das werk3 verspricht Heimat werden zu können, wir haben monatlich einen Termin bekommen, mindestens 4, wahrscheinlich 6 Termine bis zum Sommer und dann Mal sehen wie es läuft.

Die Premiere jedenfalls verlief großartig, rappelvoll, tolle Stimmung, wir angesteckt haben auf der Bühne die Backen voll Spaß gehabt und haben voll aufgedreht. Unser Nachwuchs war fabelhaft und wir alten Hasen haben gegegeben, was wir konnten. Mehr davon! Und zwar im Februar, am 12., ich freu mich drauf!

Juli bis November - was bisher geschah

Nachdem ich so charmant zum Weiterbloggen ermahnt wurde, will ich dem umgehend und gerne nachkommen. Ähem! Also, wie ging das gleich noch? Auf die Tasten geschwungen und munter drauflosbloggen, aua, die Finger scheinen etwas eingerostet, die Knöchelchen und Knorpel machen die geschmeidige Bewegung des flotten Tastenflitzens nicht mehr so einfach mit. Bin ja inzwischen auch älter geworden. Ist ja nicht so, dass ich nicht zwischendurch mal Tastaturschreiben täte, aber so echtes Bloggen ist doch anders, schneller, unmittelbar, zack, drin, passt scho!

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Ein Dorf ist ein Dorf ist ein Dorf

Sommer- und Badefest in Barnin. Barnin ist ein kleines Dorf in der Nähe von Crivitz, Kreis Parchim. 25 Kilometer von Schwerin entfernt, an einem idyllischen See gelegen. Barnin hat 400 Einwohner und einen Kulturverein. Der veranstaltete am vergangenen Samstag das Barniner Sport- und Strandfest. Mit Fußballturnier, DJ Zeppelin, der Band "Tracht Prügel", Kunst und Spielen und Improtheater.

"Ach, das ist total schön da, wir haben schon oft in Barnin gespielt!" Axel, bildender Künstler und Improspieler bei den Wortlichern ist Kulturvereinsmitorga und Atelierbesitzer mit Bühne. Im Ort gibt es außerdem eine Tangoscheune und eine kleine, feine Künstlerkolonie. Doch, Impro dort, das wird, war ich überzeugt.

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Zu Besuch in Eberswalde

Auf dem Berliner Impro Cup im Mai wurde es verabredet, in dieser Woche veranstaltet. Ein Improtheatermatch der Wortlichter bei der Freien Studentenbühne Eberswalde. Thomas hat auch schon berichtet. Wir waren zu zweit aus Schwerin angereist, Axel und ich und hatten Sebastian aus Berlin als Gastschweriner und Wortlicht ehrenhalber eingeladen. Es war der heißeste Tag des Jahres bis dahin, so kamen wir schon kletschnassgeschwitzt in der Brandenburgischen Kreisstadt an. Universitätsstadt. Das ist ja ein Zauberwort, das den Landeshauptstädter neidisch werden lässt, den Improtheaterspieler aus der Landeshauptstadt ebenfalls. Studentenclub, echte Studenten, die ja alle heiß auf Impro sind, weiß man doch!

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Endspiel!

Nicht das von Beckett, nein, ein ganz neues Endspiel steht an. Noch völlig ungeschrieben. Heute Abend. Ist wie Weihnachten, schlimmer. Ich bin doch erwachsen, kanns trotzdem nicht abwarten. Ich schreibe einfach einen Blogbeitrag. Danach dauerts dann wieder 20 Minuten weniger bis zum Anstoß. Nicht mal mehr 5 Stunden, dann gehts los. Aufregend. Hat jetzt mit Theater nichts zu tun. Außer des ersten Satzes. Egal. Ist doch nur ein Endspiel. Steh auf, geh rum, Fernseher an, vielleicht läuft ja schon eine Pressekonferenz oder ein Bericht von der Fanmeile in Parchim oder Paderborn, ne! Mist. Fernseher aus. Uah! Aufregend! Gleich gehts lo-os, gleich gehts lo-os. Wie Weihnachten, als ich 3 war, nur viel schlimmer, …

Deine Stärken sind auch Deine Schwächen

Meine Stärken sind auch meine Schwächen. Hm, was soll das denn jetzt? Musikworkshop mit Enno Kalisch in Hamburg.

Eine Workshopteilnehmerin mit sprudelnder Fantasie, was für Impro sehr nützlich ist, nutzte ihre vielen Ideen und baute sie gleich in die erste Strophe eines improvisierten Liedes ein. Halt! Tolle Ideen, aber nimm erstmal nur eine. Mehr Details! Die zweite Idee dann in die zweite Strophe!

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Lausche der Mail

Vielleicht bin ich ja nur ein sehr auditiver Mensch, vielleicht aber auch nicht, vielleicht geht es Ihnen da draussen genau wie mir. Früher dachte ich immer, ich wäre ein visueller Mensch. Bis mir immer häufiger folgendes auffiehl: wenn ich eine E-Mail von jemandem lese, den ich gut kenne, auch wenn ich Blogeinträge lese, von jemandem, den ich gut kenne, höre ich automatisch diese Person, wie sie es mir vorliest. Lustig, oder? Spannend! Und noch mehr, manchmal glaube ich anhand der Stimmung der Mail auch die Stimmung und damit den Tonfall der Person zu hören, die es mir gerade vorliest. Ich find's verblüffend.

Theater vs. Fußball

Beinahe hätte ich Kultur vs. Fußball geschrieben, aber das hätte den Kern nicht wirklich getroffen. Als überzeugter Freund von sportlichen Großturnieren halte ich Fußball im Übrigen auch für Kultur. Außer Griechenland gegen Schweden. Griechenland mag Kultur haben, aber die hat mit Fußball nichts zu tun. Anders Holland, anders Spanien, Deutschland und Christiano Ronaldo. Aber ich schweife ab.

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Lest doch mal Johnstone

Seit unserem ersten Auftritt mit den Wortlichtern haben wir ein Gästebuch. Wir bitten bei jedem Auftritt um Einträge, Lob und Kritik. Natürlich freue ich mich am meisten über Lob. Kritik ist da eher heikel. Ich spüre meistens, wenn ein Auftritt nicht so gelungen ist, wie er hätte sein können, oder wenn ich eine Szene vergeigt, ein schönes Angebot ausgeschlagen habe. Es von den Zuschauern gesagt zu bekommen kann ich manchmal gut, manchmal weniger gut annehmen.

Über zwei ältere Gästebucheinträge habe ich mich besonders geärgert: „Lest doch mal Johnstone!“ Und „Schaut Euch doch mal zu Lehrzwecken die Theaterturbine Leipzig an.“

Das ist ungefähr so, als würde man dem SV Babelsberg empfehlen, sich mal Hertha BSC und das Lehrvideo „Fußball 1×1“ anzusehen und erwarten, dann käme die Erleuchtung und der Abstieg könne noch verhindert werden.

Oder dem 5er Schüler raten, sich die Hausaufgaben vom 1er-Schüler durchzulesen und die Versetzung wäre gesichert.

Oder einen Trabbi neben einen Porsche zu parken und hoffen, er führe anschließend schneller.

Is doch so!

Nein, es ist, wie dem SV Babelsberg zu empfehlen, mit einem Fußball zu trainieren, einem 5er Schüler zu raten, einen Füllfederhalter zu benutzen und einem Trabbi den Tipp zu geben, den Motor zu ölen. Ohne zu wissen, ob er geölt ist.

Is doch so.

Das improvisierte Lied zum Freitag

Echtes Impro im Internet ist verdammt hart, kaum zu machen, wirkt irgendwie nicht. Kannße vergessen. Publikumseingabe? Ne! Außer Manuel, der kriegt das hin. Sehr lustig. Manuel Wolff aus Köln, ehemals Hamburg, Steife Brise e.a. Jeden Freitag improvisiert er ein Lied und stellt es auf seinem Blog aus. Ich hab jetzt nicht nachkontrolliert ob wirklich jeden Freitag, aber heißen tut es so. Das improvisierte Lied zum Freitag. Und die, die ich gehört habe sind sehr lustig.
Danke Manuel, für diese schöne und auch schon sehr traditionsreiche Reihe. Gleich mal ins Blogroll aufnehmen.